Höhepunkte im alten Testament
Das alte Testament, das ca. 1600 bis 400 v. Chr. geschrieben wurde, fährt nach der Flut nun weiter bis zum Beginn des Neuen Testaments (geschrieben 32 – 100 n.Chr.) an Pfingsten.
Wir lesen von Hiob, der alles verlor und das Doppelte wiederbekam. Er lebte in den ersten Jahrhunderten nach der Flut.
Die "Erzväter":
Das ist „Blutlinie bis auf den Messias Jesus Christus. Es sind hier nur die wichtigsten Personen aufgeführt. Das ganze Geschlechtsregiser findet man im Lukas– und im Matthäusevangelium. Lukas beinhaltet die Stammeslinie bis auf Maria, Matthäus die von Joseph. Im Stammbaum werden noch weitere bedeutende Frauen erwähnt, z.B. : Lea, Bathseba, Rahab, Ruth…
Die zentralen Begebenheiten der Bibel:
- (nach der Flut)
- der Turmbau zu Babel (1.Mo 11)
- die Geschichte Abrahams (1.Mo 12)
- Isaak und Rebekka (1.Mo 24)
- Die Geschichte Jakobs (1.Mo 27)
- Die Geschichte Josefs (1.Mo 37)
- Israel / Auszug aus Ägypten (2.Mo 12)
- Israel i. d. Wüste / 10 Gebote (2.Mo 16)
- das Gesetz und die Opfer
- mit Joshua ins verheissene Land
- Das Königreich von David
- Salomon / Teilung der Stämme
- Gefangenschaft in Babylon
- die Rückführung ins Land
- Der Messias Jesus Christus
Die sieben Bündnisse Gottes:
• 1. Bund mit Adam (1Mo 1-2; Hos 6,7)
• 2. Bund mit Noah (1Mo 9)
• 3. Bund mit Abraham (1Mo 12-22)
• 4. Bund mit Israel am Sinai (2Mo 19ff)
• 5. Bund mit David (Ps 89,3; 2Sam 7)
• 6. Bund mit Zedekia (Hes 17; 2Chr 36,13)
• 7. Der neue Bund mit Israel (Jer 31,31ff)
Kurze geschichtliche Zusammenfassung des Alten Testaments
Gott erschafft die Welt in sechs Tagen. Nach jedem Tag ist sein Urteil: „Es war sehr gut!“
1. Tag – Licht
Gott erschafft das Licht und trennt es von der Finsternis.
→ Es entstehen Tag und Nacht.
2. Tag – Himmel
Gott erschafft das Himmelsgewölbe (den Himmel), das die Wasser trennt:
Wasser über dem Himmel und Wasser unter dem Himmel.
3. Tag – Land, Meer und Pflanzen
Das trockene Land entsteht, das Wasser sammelt sich zu Meeren.
Gott erschafft Pflanzen, Gräser und Bäume mit Samen und Früchten
4. Tag – Sonne, Mond und Sterne
Gott erschafft die Himmelskörper:
Sonne für den Tag
Mond für die Nacht
Sterne – Sie dienen zur Zeitbestimmung (Tage, Jahre, Feste).
5. Tag – Tiere im Wasser und in der Luft
Gott erschafft:
Fische und Meerestiere
Vögel am Himmel
Er segnet sie und befiehlt ihnen, sich zu vermehren.
6. Tag – Landtiere und der Mensch
Gott erschafft Landtiere (Vieh, wilde Tiere, Kriechtiere).
Zum Schluss erschafft er den Menschen als Mann und Frau, nach seinem Ebenbild.
Der Mensch erhält den Auftrag, über die Erde zu herrschen und sie zu bewahren.
7. Tag – Ruhetag
Gott vollendet sein Werk und ruht.
Gott erschafft Adam und Eva als Menschen nach seinem Willen und setzt sie in den Garten Eden. Durch den Ungehorsam gegenüber Gott kommt es zum Sündenfall, der die Beziehung zwischen Gott und Mensch zerbricht und Leid, Arbeit und Tod in die Welt bringt. Adam und Eva werden aus dem Paradies vertrieben.
Ihre Söhne Kain und Abel zeigen die Ausbreitung der Sünde: Kain tötet seinen Bruder aus Neid und wird verbannt. Die Menschheit vermehrt sich, doch Gewalt und Bosheit nehmen zu. Gott richtet die Welt durch die Sintflut, rettet jedoch den gerechten Noah und seine Familie in der Arche. Nach der Flut schließt Gott einen Bund mit Noah und verspricht, die Erde nicht noch einmal durch eine Flut zu zerstören.
Die Menschheit breitet sich erneut aus. In ihrem Hochmut versucht sie in Babel, einen Turm bis in den Himmel zu bauen, um sich selbst einen Namen zu machen. Gott greift ein, verwirrt ihre Sprache und zerstreut die Menschen über die ganze Erde. Damit endet die Urgeschichte und der Übergang zur Geschichte der Völker beginnt.
Gott beruft Abraham aus Ur in Chaldäa und fordert ihn auf, seine Heimat zu verlassen. Er verheißt ihm Land, zahlreiche Nachkommen und Segen für alle Völker der Erde. Abraham vertraut Gottes Wort, auch wenn die Erfüllung lange auf sich warten lässt. Trotz menschlicher Fehlentscheidungen bestätigt Gott seinen Bund immer wieder. Die Verheißung eines Sohnes erfüllt sich schließlich in Isaak, dem Kind Abrahams und Saras.
Isaak lebt als Erbe der Verheißung. Seine Ehe mit Rebekka bleibt lange kinderlos, doch auf Gebet hin werden die Zwillinge Esau und Jakob geboren. Gott kündigt an, dass der Jüngere eine besondere Rolle spielen wird. Innerfamiliäre Spannungen prägen das Leben Isaaks, besonders als Jakob mit Hilfe Rebekkas den Segen des Vaters erhält.
Jakob flieht vor Esau und erlebt auf dem Weg Gottes Nähe und Zusage. In Haran dient er seinem Onkel Laban, gründet eine große Familie und kehrt schließlich in das verheißene Land zurück. Nach einem nächtlichen Ringen mit Gott erhält er den Namen Israel. Aus seinen zwölf Söhnen entsteht das Volk Israel.
Josef ist der bevorzugte Sohn Jakobs und wird von seinen Brüdern aus Neid nach Ägypten verkauft. Dort erlebt er Leid, Gefangenschaft und Erniedrigung, bleibt jedoch Gott treu. Gott schenkt ihm Weisheit und die Gabe der Traumdeutung, wodurch Josef zum höchsten Verwalter Ägyptens aufsteigt. Während einer Hungersnot rettet er nicht nur Ägypten, sondern auch seine eigene Familie. Durch Josefs Handeln kommt Israel nach Ägypten, wo sich das Volk vermehrt und Gottes Heilsplan weitergeführt wird.
Gott befreit Israel aus der Knechtschaft Ägyptens durch Mose. Nach dem Durchzug durch das Schilfmeer führt Gott sein Volk durch die Wüste zum Berg Sinai, wo er einen Bund mit Israel schließt und ihm das Gesetz gibt. Er erwählt Israel als sein Volk, das auch zum Segen für andere Völker sein sollte. Durch ihren Unglauben und Ungehorsam verzögert sich der Einzug in das verheißene Land auf 40 Jahre.
Nach dem Tod Moses wird Josua der Nachfolger. Unter ihm zieht Israel in Kanaan ein und nimmt das Land schrittweise in Besitz. In der folgenden Richterzeit lebt Israel als loser Stammesbund. Immer wieder entfernt sich das Volk von Gott, wird von Feinden wegen ihres Ungehorsams unterdrückt. Dann schickt Gott jedesmal einen Befreier (Richter), das Volk gelobt Gott nachzufolgen und endet jedes mal wieder in Abfall und Unterdrückung. Dieses wiederkehrende Muster aus Abfall, Not, Umkehr und Rettung prägt diese Epoche.
Mit zunehmender Bedrohung durch äußere Feinde und dem Wunsch nach Stabilität fordert das Volk einen König „wie die anderen Völker“. Gott gibt diesem Wunsch nach, und Saul wird zum ersten König Israels gesalbt. Damit endet die Richterzeit und der Übergang zur Monarchie beginnt.
David wird von Gott als Nachfolger von Saul erwählt. Als Hirte besiegt David den Philister Goliath, den er mit einer einer Steinschleuder tötet. Nach einer schwierigen Zeit, von der auch in seinen Psalmen zu lesen ist, wird David König über ganz Israel und macht Jerusalem zur Hauptstadt. Trotz persönlicher Schuld (Geschichte mit Bathseba) bleibt er Träger der göttlichen Verheißung eines bleibenden Königtums. Er war der Mann „nach dem Herzen Gottes“ (1.Samuel 13,14)
Sein Sohn Salomo wird nach ihm König. Er baut den ersten Tempel in Jerusalem. Doch nach seinem Tod zerbricht das Reich in 2 Teiele: das Nordreich Israel und das Südreich Juda. Doch beide Reiche fallen immer mehr von Gott ab. Trotz der Warnungen vieler Propheten kommt es nicht zur Umkehr. Das Nordreich wird von Assyrien zerstört; Juda besteht noch einige Zeit fort.
Schließlich wird auch Juda von Babylon erobert. Jerusalem und der Tempel werden zerstört, und große Teile der Bevölkerung werden nach Babylon verschleppt. Unter ihnen ist auch ein Junger Gelehrter, der später als Prophet bekannt sein würde. Seine Geschichte steht in jeder Kinderbibel, wie Gott ihn aus dem Feuerofen und der Löwengrube errettet hat: Daniel!
Nach der Rückkehr unter persischer Herrschaft wird Jerusalem und der Tempel wieder aufgebaut. Dies geschieht unter Esra, Nehemia und Serubabbel. In den folgenden Jahrhunderten steht Israel unter wechselnden Fremdherrschaften, wie den Perser, Griechen und schließlich unter den Römern. Das Volk wartet auf seinen Messias, der sie -nach ihrer Meinung- von der Herrschaft der Römer befreien soll.